Gesang und Regen

Nach vie­len Wochen der ers­te Regen…

… und die Bau­stel­le ruht für eini­ge Minu­ten.

Mit den ers­ten dicken Regen­trop­fen beei­len sich die Mau­rer und Hel­fer, alle frisch beto­nier­ten Mau­er­tei­le abzu­de­cken und offe­ne Sand­hau­fen mit Folie abzu­de­cken. Das ist rasch getan und das schüt­zen­de Zelt­dach der pro­vi­so­ri­schen Kan­ti­ne dient als Unter­stand.

Kaum ist der Regen vor­bei, geht’s schon wie­der wei­ter. Nun legt sich eine damp­fen­de Wär­me über das Gelän­de – von wegen Abküh­lung“! Eini­ge Blut­egel nut­zen die Feuch­tig­keit und suchen war­mes Blut; das sind ziem­lich unan­ge­neh­me Bur­schen!

Auch unser freund­li­cher Nach­bar Band­hu hat sich wäh­rend des kur­zen Schau­ers in sein Haus zurück­ge­zo­gen. Von ihm heißt es, er sei mental­ly – also im Kopf etwas gestört! Im Dorf nennt man ihn Mental­ly Man. Ich fin­de ihn ganz harm­los und freund­lich: er singt ein­fach sehr ger­ne … und laut. Er glaubt, dass er mit sei­nem Gesang die Arbei­ter glück­lich macht. Sei­ne impro­vi­sier­ten Lie­der han­deln haupt­säch­lich von der Lie­be.

Der kana­di­sche Schrift­stel­ler sri­lan­ki­scher Her­kunft Micha­el Ondaat­je soll die San­ges­kunst der Sri­lan­ker mit dem Geräusch ver­gli­chen haben, das ein Skor­pi­on erzeugt, den man durch eine Glas­röh­re zieht: nicht sehr schmei­chel­haft!

Im fol­gen­den kur­zen Video ist Band­hu deut­lich zu hören.

 

Unse­re Pla­nung für den Wei­ter­bau haben sich etwas geän­dert. Prio­ri­tät hat im Moment das Auf­fül­len der Flä­chen zwi­schen den Fun­da­men­ten, damit die Mau­rer dort mit den Brick­works star­ten kön­nen.

 

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