Frühe Fotos aus Ceylon

Aus der Samm­lung ori­gi­na­ler Fotos des Foto­gra­fen Leigh Hof­man aus Cey­lon.

Die­se ori­gi­na­len Sil­ber­bro­mid-Foto­gra­fi­en sind 1925 auf­ge­nom­men wor­den und 10 x 12 cm groß. Ins­ge­samt sind die Abzü­ge recht blass und ich habe die Scans optisch etwas auf­ge­frischt“.

 

1847 gelang es Chris­ti­an Fried­rich Schön­bein, Che­mie­pro­fes­sor in Basel, Baum­wol­le in den explo­si­ven Zustand zu ver­set­zen“; die­se Schieß­baum­wol­le bil­det die Grund­la­ge für Kol­lo­di­um. Kol­lo­di­um wird in der Foto­gra­fie als zäh­flüs­si­ge Lösung von Kol­lo­di­umwol­le in einem Alko­hol-Äther-Gemisch ver­wen­det.

1850 ver­öf­fent­lich­ten Fre­de­rick Scott Archer (1813−1857), ein bri­ti­scher Bild­hau­er, und Gust­ave Le Gray eine Beschrei­bung des nas­sen Kol­lo­di­umver­fah­rens, durch das die Belich­tungs­zeit auf weni­ge Sekun­den  ver­kürzt wer­den konn­te (zwi­schen 0,5 und 30 Sekun­den); aller­dings muss­ten die Plat­ten nass ent­wi­ckelt wer­den. Auch die­ses Ver­fah­ren ver­wen­det eine Glas­plat­te statt Papier als Trä­ger des pho­to­gra­phi­schen Nega­tivs. Noch bis etwa 1880 blieb die Kol­lo­di­um-Nass­plat­te das wich­tigs­te foto­gra­fi­sche Ver­fah­ren, denn es ver­ei­nig­te in sich die Vor­tei­le der Daguer­reo­ty­pie mit denen der Tal­bo­ty­pie.

Dem­ge­gen­über bie­ten Tro­cken­plat­ten den Vor­teil, dass der Foto­graf nicht mehr Che­mi­ka­li­en und umständ­li­che Gerä­te mit sich füh­ren muss; zudem muss die Tro­cken­plat­te unmit­tel­bar nach der Auf­nah­me ent­wi­ckelt wer­den.

Richard Learch Mad­dox (1816−1902) ver­öf­fent­licht 1871 sei­ne Erfin­dung der Gela­ti­ne­tro­cken­plat­te; dabei über­zog er die Plat­te mit einer Brom­sil­ber­ge­la­ti­ne, die in tro­cke­nem Zustand belich­tet wer­den konn­te; er ersetz­te also das Kol­lo­di­um durch Gela­ti­ne.

Die Tro­cken­plat­ten ermög­lich­ten Belich­tungs­zei­ten von 125 Sekun­de, sie waren jedoch bis etwa 1875 über­emp­find­lich für blau­es und unter­emp­find­lich für grü­nes und rotes Licht, die Foto­gra­fi­en waren also noch nicht abbild­ge­treu. Die­ses Pro­blem wur­de all­mäh­lich durch Zuga­be von Ani­lin­far­ben aus­ge­gli­chen.

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