Dutch Gables

Der Holländische Giebel“ ist fertig!

Andre­as Ziel vor sei­ner Abrei­se war die Fer­tig­stel­lung des Dutch Gab­le – des Hol­län­di­schen Gie­bels, der die Fas­sa­de zu den Reis­fel­dern schmü­cken soll.

Am Tag von Andre­as‘ Abrei­se wur­de der Dutch Gab­le auch tat­säch­lich fer­tig­ge­stellt! Der Mann der Tat war unser Mau­rer Nawa­rath­na, der mit gro­ßer Prä­zi­si­on und Freu­de die­sen Teil des Hau­ses fer­tig­stell­te!

Der fertige Giebel im Regendunst.
Hier der fer­ti­ge Gie­bel im Regendunst – es ist Regen­zeit!

Der 11. Mai war für Andre­as der letz­te Arbeits­tag auf der Bau­stel­le.

Ein über­ra­schend ange­bo­te­ner Auf­trag der GIZ für ein Pro­jekt im Irak ließ uns nicht lan­ge über­le­gen: Andre­as wird ab 1. Juni im Irak sein und ich ver­län­ge­re mei­nen Auf­ent­halt hier bis in den Juni – mal sehen, wie ich mich als Bau­lei­ter mache…

Großes Haus – großer Giebel!“

Eigent­lich eine ver­rück­te Idee, in die­ser Gegend ein Haus mit einem Hol­län­di­schen Gie­bel zu errich­ten. Die Hol­län­der waren zwar zwi­schen 1640 und 1796 als Kolo­ni­al­macht Besat­zer die­ser Insel, ihr archi­tek­to­ni­scher Fuß­ab­druck ist aber fast nur ent­lang der Küs­te sicht­bar – dort aber in man­chen Orten sehr deut­lich, wie bei­spiels­wei­se in Gal­le.

Im Inne­ren der Insel ken­ne ich kein Gebäu­de, das von den Hol­län­dern erbaut wur­de. In der Nähe von Band­ara­we­la im Hoch­land gibt es das Hotel The Dutch Hou­se mit einem Hol­län­di­schen Gie­bel, das aber erst im 20. Jahr­hun­dert errich­tet wur­de.

Das ist eben­so wie unser Hol­län­di­scher Gie­bel eine Vor­täu­schung fal­scher Tat­sa­chen (womit man in Sri Lan­ka aber grund­sätz­lich ver­traut ist und kei­ne Pro­ble­me hat oder Kon­flik­te sieht…)!

Wir nun also mit einem Dutch Gable!

Bei der Pla­nung des Hau­ses hat­ten wir für die Fas­sa­de in Rich­tung der Reis­fel­der zwei Ide­en: die ers­te Idee war die einer tra­di­tio­nel­len Fas­sa­de mit höl­zer­nen Säu­len und Vor­dä­chern über den Veran­den, die mit klas­si­schen Mönch und Nonne“-Dachziegeln gedeckt sind.

Bei tra­di­tio­nel­len zwei­ge­schos­si­gen Häu­sern sind die Säu­len der Veran­den im unte­ren Geschoss häu­fig aus Stein oder ver­putz­ten Zie­gel­stei­nen. Wir wer­den die­se Vari­an­te an den Veran­den zur Gar­ten­sei­te aus­füh­ren. Die Säu­len im Erd­ge­schoss ste­hen schon; sie sind aus Beton und wer­den spä­ter ver­putzt.

Weil wir kei­ne Gestal­tungs­va­ri­an­te dop­pelt haben wol­len, ent­schie­den wir uns auf der Reis­feld­sei­te für die ande­re Idee, des schließ­lich umge­setz­ten Hol­län­di­schen Gie­bels.

Dabei waren wir uns schon dar­über im Kla­ren, dass eine sol­che Gestal­tung zwar grund­sätz­lich auch zu Sri Lan­ka gehört, aber in dem hie­si­gen dörf­li­chen Umfeld etwas zu groß und zu prot­zig wir­ken könn­te!

Wie ist es nun gewor­den?

 

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