Gewürzdosen

Gewürze aus fernen Ländern

Neu­lich saßen wir anläss­lich eines Fei­er­ta­ges in fröh­li­cher Run­de bei­sam­men und spra­chen dar­über, wel­che Nutz­pflan­zen auf dem Grund­stück in Nika­ten­ne wach­sen. Ich weiß von einem Mus­kat­nuss­baum, einem Nel­ken­baum und vie­len Pfef­fer­bü­schen. Dass vie­le unse­rer Gewür­ze aus exo­ti­schen“ Län­dern stam­men, war allen klar, aber seit wann sind die­se Gewür­ze in Euro­pa bekannt? Und wie kamen sie zu uns?

In dem nach­fol­gen­den Arti­kel wer­de ich ver­su­chen, die­sen Fra­gen nach­zu­ge­hen. Ich wer­de die Han­dels­be­zie­hung zwi­schen Euro­pa und den ori­en­ta­li­schen Län­dern, wie sie im Mit­tel­al­ter bestan­den hat, dar­stel­len. Dabei sol­len mög­li­che Grün­de für den Auf­schwung im Ori­ent­han­del auf­ge­zeigt und auch die Import­wa­ren – spe­zi­ell die schar­fen ori­en­ta­li­schen Gewür­ze – und deren Ver­wen­dung näher beleuch­tet wer­den. Eini­ge Auf­merk­sam­keit wer­de ich den Trans­port­we­gen der Güter sowie den Rol­len­trä­gern“ die­ses Fern­han­dels schen­ken.

Vor eini­gen Jah­ren beschäf­tig­te ich mich im Zusam­men­hang mit Kräu­tern & Gewür­zen“ schon ein­mal mit den Spe­ze­rei­en“ aus tro­pi­schen Regio­nen. Auch als Klein­gärt­ner“ habe ich beson­de­res Inter­es­se an die­sen Pro­duk­ten „…gärt­ne­ri­scher Nut­zung“. Des­halb fällt es mir jetzt umso leich­ter, mei­nen dama­li­gen Auf­satz in erwei­ter­ter und ver­än­der­ter Form hier erneut zu prä­sen­tie­ren.

Einleitung

Spe­ze­rei (als mit­tel­hoch­deutsch spe­ce­rīe aus mit­tel­la­tei­nisch spe­cia­ria Gewürz­han­del“ zu latei­nisch spe­ci­es Art, Gestalt“, im Plu­ral auch Gewür­ze“ ent­lehnt) ist eine seit dem 14. Jahr­hun­dert ver­brei­te­te Bezeich­nung für Gewürz­wa­ren (dann meist im Plu­ral Spe­ze­rei­en), gele­gent­lich auch für Gewürz­lä­den und Apo­the­ken; sie ist heu­te unge­bräuch­lich gewor­den.

Spe­ze­rei­wa­ren ist ein ver­al­ten­der Aus­druck für Lebens­mit­tel all­ge­mein, in der Schweiz auch für Gemischt­wa­ren (und ent­spre­chend dort Spe­ze­rei für Lebens­mit­tel- oder Gemischt­wa­ren­lä­den).

Gewür­ze aus Euro­pa sowie aus fer­nen Län­dern fin­den bereits in der römi­schen Küche Ver­wen­dung. Obwohl asia­ti­sche Zuta­ten wie Ing­wer und Kar­da­mom nur sehr sel­ten benutzt wer­den, sind sie in der Anti­ke durch­aus bekannt, beim Ver­fei­nern der Spei­sen ten­dier­te man jedoch eher zu Kräu­tern aus dem Mit­tel­meer­ge­biet oder dem eige­nen Gar­ten. Die­se Ten­denz, wel­che man bis zur Karo­lin­ger­zeit ver­fol­gen kann, erfährt im 10. und 11. Jahr­hun­dert eine weit­ge­hen­de Ver­än­de­rung. Es kommt zu einem Wan­del des Geschmacks von pikant und gewürzt“ zu scharf“, wobei nun Würz­stof­fe aus dem Ori­ent in den Mit­tel­punkt des Inter­es­ses rücken. Die Ursa­che ist im auf­kom­men­den Ori­ent­han­del zu fin­den, der eini­ge euro­päi­sche Städ­te zu bedeu­ten­den Han­dels­mäch­ten auf­stei­gen lässt. Der Trans­port der Waren, an dem vie­le Leu­te betei­ligt waren, war nicht immer ein­fach und führ­te über lan­ge Stre­cken von Asi­en nach Euro­pa. Den­noch wer­den asia­ti­sche Gewür­ze von den Kauf­leu­ten schnell als pro­fi­ta­ble Geld­quel­le ent­deckt, da sie leicht trans­por­tier­bar und auf­grund ihres Sel­ten­heits­wer­tes kost­bar sind.

Um die Eta­blie­rung der exo­ti­schen Gewür­ze bereits schon im Mit­tel­al­ter zu erklä­ren, wer­de ich zunächst mög­li­che Ursa­chen für den Auf­schwung des Ori­ent­han­dels her­aus­ar­bei­ten und dabei Euro­pas wich­tigs­te Import­län­der vor­stel­len. Da schon im Mit­tel­al­ter eine Viel­zahl an ori­en­ta­li­schen Gewür­zen impor­tiert wur­de, wer­de ich nur ein­zel­ne her­aus­neh­men und die­se auf ihre Her­kunft und Ver­wen­dung hin ana­ly­sie­ren. Dar­über hin­aus wer­de ich ver­su­chen, dem Han­dels­weg der Import­wa­ren anhand aus­ge­wähl­ter Bei­spie­le nach­zu­ge­hen und die Haupt­um­schlag­plät­ze des euro­päi­schen Gewürz­han­dels dar­zu­stel­len.

Ohne reges Inter­es­se an Würz­mit­teln aus fer­nen Län­dern hät­te es kei­nen funk­tio­nie­ren­den Markt für Gewür­ze in Euro­pa gege­ben. Daher soll auf die Anbie­ter und Abneh­mer der Gewür­ze ein­ge­gan­gen wer­den, wobei auch mög­li­che Zwi­schen­händ­ler Erwäh­nung fin­den sol­len, die aber, um den Rah­men nicht zu spren­gen, nicht im Detail behan­delt wer­den.

Der Aufschwung des Orienthandels

Ori­en­ta­li­sche Gewür­ze wur­den bereits in der Anti­ke als Geschmacks­ver­bes­se­rer ein­ge­setzt. Obwohl in der römi­schen Küche noch ver­mehrt zu den eige­nen Gar­ten­kräu­tern gegrif­fen wur­de, lässt sich den­noch eine Lie­be zu exo­ti­schen Gewür­zen erken­nen, die im Mit­tel­al­ter schließ­lich ihren Höhe­punkt erleb­te. 1)Vgl. Johan­na Maria van Win­ter: Kochen und Essen im Mit­tel­al­ter. In: Mensch und Umwelt im Mittelalter.Hrsg. v. Bernd Herr­mann. Frank­furt / Main: Fischer 1989. (= fischer alter­na­tiv.) S. 88f.

Der im 10. und 11. Jahr­hun­dert auf­kom­men­de Ori­ent­han­del zog nicht nur einen bedeu­ten­den Geschmacks­wan­del nach sich, son­dern begrün­de­te auch die Macht einer Stadt wie zum Bei­spiel Vene­dig. 2)Vgl. ebda, S. 93.

Ursachen für den Aufschwung

Es ist deut­lich zu erken­nen, dass sich im Mit­tel­al­ter ein gewinn­träch­ti­ger, aber auch risi­ko­rei­cher Welt­han­del mit Gewür­zen ent­wi­ckel­te. 3)Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.

Die belieb­ten, schar­fen Gewür­ze kamen aus dem fer­nen Osten, den Kreuz­rit­ter schon früh wäh­rend ihrer Kriegs­zü­ge bereis­ten. Man brach in den noch befremd­li­chen Osten auf, um die hei­li­ge Stadt Jeru­sa­lem sowie die öst­li­che Chris­ten­heit aus den Hän­den der Mus­li­me zu befrei­en. Die­se Befrei­ungs­krie­ge mach­ten den Ori­ent wie­der zu einem prä­sen­ten The­ma in Europa.4)Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a.. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.

Natür­lich konn­ten auch in ein­hei­mi­schen Wäl­dern oder im eige­nen Gärt­chen Pflan­zen gepflückt wer­den, die das Essen schmack­haf­ter wer­den lie­ßen. Jedoch konn­te man mit die­sen Kräu­tern nicht jede Wir­kung erzie­len, die ­dem Herbst­lied Stein­mars zufol­ge ­ die Men­schen im Mit­tel­al­ter lie­ben lern­ten: Die Spei­sen sol­len so stark gewürzt sein, dass aus dem Mun­de ein hei­ßer Dunst steigt, dem Rauch von Brän­den gleich.5)Vgl. Jona­than Riley-Smith: Kreuz­zü­ge. Die Kreuz­zü­ge im Osten. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 5. Mün­chen, Zürich: Arte­mis 1991, Sp. 1510. Im 10. und 11. Jahr­hun­dert zeig­te vor allem die immer grö­ßer wer­den­de Schicht der Kauf­leu­te ein gro­ßes Inter­es­se an den exo­ti­schen Gewür­zen. Die­se wur­den von den Geschäfts­leu­ten schnell als pro­fi­ta­ble Geld­quel­le ent­deckt, da sie leicht trans­por­tier­bar und auf­grund ihres Sel­ten­heits­wer­tes kost­bar waren. 6)Vgl. Win­ter, Kochen, S. 93.

Schon sehr früh ent­wi­ckel­te sich ein eige­nes Fern­ver­kehrs­net­zes, auf dem sich der Fern­han­del und Fern­ver­kehr abspiel­te. 7)Vgl. Diet­rich Den­ecke: Stra­ße und Weg im Mit­tel­al­ter als Lebens­raum und Ver­mitt­ler zwi­schen ent­fern­ten Orten. In: Mensch und Umwelt im Mit­tel­al­ter. Hrsg. v. Bernd Herr­mann. Stutt­gart: Deut­sche Ver­lags-Anstalt 1986, S. 210. In der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts kam es auf­grund der Her­aus­bil­dung eines neu­en Städ­te­sys­tems zu einer Umstruk­tu­rie­rung des Ver­kehrs­net­zes. Es ent­stand auch ein noch dich­te­res Fern­ver­kehrs­netz, wel­ches haupt­säch­lich auf die auf­stre­ben­den Städ­te als Kno­ten­punk­te gerich­tet war. 8)Vgl. ebda, S. 211. Gut erhal­te­ne Stra­ßen und Brü­cken waren Vor­aus­set­zung für einen erfolg­rei­chen Waren­trans­port der Händ­ler. Folg­lich war man schon im Mit­tel­al­ter dar­um bemüht, wich­ti­ge Fern­stra­ßen zu pfle­gen, aus­zu­bes­sern oder bei Bedarf sogar aus­zu­bau­en. Auch die Pass­stra­ßen der Alpen waren von diver­sen Bau­ar­bei­ten betrof­fen. 9)Vgl. ebda, S. 211f. Dem Fern­han­del, dar­un­ter auch der Han­del mit Gewür­zen, wur­de damit der Weg berei­tet“ und er konn­te sich im mit­tel­al­ter­li­chen Euro­pa eta­blie­ren. Unter­stützt wur­den die Ent­de­ckungs- und Han­dels­fahr­ten in den Ori­ent durch tech­ni­sche Errun­gen­schaf­ten, zu deren Ent­wick­lung die Por­tu­gie­sen einen wich­ti­gen Bei­trag leis­te­ten. Hier­zu zählt bei­spiels­wei­se die Kara­vel­le, ein Schiff, das sich durch her­vor­ra­gen­de Manö­vri­er- und Trans­port­fä­hig­keit aus­zeich­net. 10)Vgl. Fer­nand Salen­ti­ny: Die Gewürz­rou­te. Die Ent­de­ckung des See­wegs nach Asi­en; Por­tu­gals Auf­stieg zur ers­ten euro­päi­schen See- und Han­dels­macht. Köln: DuMont 1991. (=DuMont Doku­men­te.) S. 38ff. Aber auch der Kom­pass, des­sen Nadel sich immer in Nord-Süd-Rich­tung ein­stellt, erleich­ter­te die Navi­ga­ti­on sehr. 11)Vgl. ebda, S. 43. Auf wel­che gewürz­rei­chen Orte man auf den Rei­sen stieß, wird im nach­ste­hen­den Kapi­tel aus­ge­führt: Vie­le Län­der des Ori­ents wur­den zu wich­ti­gen Import­quel­len für Gewür­ze.

Importländer

Bedeu­ten­de Import­län­der für exo­ti­sche Gewür­ze waren im Mit­tel­al­ter vor allem die asia­ti­schen Län­der Indi­en und Chi­na. Aus Indi­en bezog man bei­spiels­wei­se den Pfef­fer, 12)Vgl. Irm­gard Mül­ler: Pfef­fer. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a.. Bd. 6. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 2027. aus Chi­na kam der all­seits belieb­te Zimt, der wie vie­le ande­re Gewür­ze sowohl als Geschmacks­ver­bes­se­rer als auch Arz­nei­mit­tel fungierte.13)Vgl. Peter Dilg: Zimt(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann [u.a.]. Bd. 9. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 618. Auch aus Afri­ka wur­den eini­ge Würz­mit­tel impor­tiert. So fand man bei­spiels­wei­se den kost­ba­ren Safran nicht nur in Syri­en, son­dern auch in Ägyp­ten. 14) Vgl. Chris­ti­an Rei­ni­cke: Safran. Anbau und Han­del. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 7. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1251. Beliebt waren auch die in West­afri­ka gewon­ne­nen Para­dies­kör­ner, eine sehr schar­fe Kar­da­mo­m­art. 15) Vgl. Schu­bert, Essen, S. 162.

Der bereits in der Anti­ke bekann­te Kar­da­mom gelang­te auch von Cey­lon, dem heu­ti­gen Sri Lan­ka, nach Euro­pa. 16) Vgl. Peter Dilg: Kar­da­mom. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier [u.a.]. Bd. 5. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 950. Sowohl Mada­gas­kar,  eine Insel im Indi­schen Oze­an, als auch die Moluk­ken, eine indo­ne­si­sche Insel­grup­pe, waren für den Gewürz­han­del im Mit­tel­al­ter von zen­tra­ler Bedeu­tung. 17) Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.

Scharfe Gewürze aus fernen Ländern

Die Begeis­te­rung des mit­tel­al­ter­li­chen Abend­lan­des für Gewür­ze ist uner­klär­lich, wenn man nicht begreift, daß ihr Wert den eigent­li­chen Rah­men der Ernäh­rung über­stieg.“ 18) Bru­no Lau­rioux: Tafel­freu­den im Mit­tel­al­ter. Die Eßkul­tur der Rit­ter, Bür­ger und Bau­ers­leut. Aus dem Frz. übers. v. Gabrie­le Krü­ger-Wir­rer. Nach­druck d. Ausg. Paris 1989. Augs­burg: Bech­ter­münz 1999, S. 39. Die Ärz­te im Mit­tel­al­ter beton­ten vor allem die medi­zi­ni­schen Eigen­schaf­ten der Gewür­ze. Die­se exo­ti­schen Pflan­zen waren jedoch weit mehr als nur Heil­mit­tel, sie reg­ten auch die Phan­ta­si­en der Men­schen an. In den Augen vie­ler Leu­te war der Ori­ent, der Ursprung der Gewür­ze, ein Land vol­ler Wun­der und Zau­ber. Sagen­haf­te Geschich­ten rank­ten sich oft­mals um die Her­kunft und Ern­te der Würz­mit­tel: So müs­se man den Pfef­fer erst Schlan­gen ent­rei­ßen, die sich um den Pfef­fer­strauch rin­geln, indem man ihn in Brand setzt. 19) Vgl. ebda, S. 39f. Es han­delt sich bei sol­chen Erzäh­lun­gen jedoch um Mythen.

Da es sich bei die­sen Import­wa­ren um ein gro­ßes Sor­ti­ment an Gewür­zen han­delt, sei an die­ser Stel­le nur eine Aus­wahl an Würz­mit­teln dar­ge­stellt und ana­ly­siert. Es rücken hier sowohl das bereits aus der Anti­ke bekann­te Würz­mit­tel Ing­wer, als auch die neu­en, kost­ba­ren Gewür­ze Mus­kat­nuss und Gewürz­nel­ke ins Zen­trum der Betrach­tung.

Ingwer – ඉඟුරු

Ingwer - Zingiber officinale aus Köhlers Medizinal-Pflanzen
Ing­wer – Zin­gi­ber offi­c­ina­le aus Köh­lers Medi­zi­nal-Pflan­zen
Ingwerpflanze
Ing­wer­pflan­ze – Quel­le: WIKIPEDIA

Die Ing­wer­pflan­ze (Zin­gi­ber offi­c­ina­le Rosc.) gehört zur Fami­lie der Gewürz­li­li­en. Gewon­nen wird das Gewürz mit dem pfef­fer­ar­ti­gen Geschmack aus dem wohl­rie­chen­den Wur­zel­stock. Der Ing­wer dien­te den Indern und Chi­ne­sen bereits in früh­ge­schicht­li­cher Zeit als Gewürz. 20) Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 9. Wie der Pfef­fer hat auch der Ing­wer sei­ne Hei­mat in Indi­en, aber auch in Chi­na war die­se Pflan­ze bekannt und wur­de kul­ti­viert. 21) Vgl. ebda. Der Ing­wer war nicht nur als Geschmacks­ver­bes­se­rer von Spei­sen beliebt, son­dern galt auch als ver­dau­ungs­för­dern­des Mit­tel. Obwohl z.B. Hil­de­gard von Bin­gen aus­drück­lich auf die ver­meint­lich schad­haf­te Wir­kung die­ses Gewür­zes hin­wies, wur­de es unter ande­rem gegen Magen- und Darm­be­schwer­den, Ohn­macht und Augen­trü­bung ein­ge­setzt. 22) Vgl. Peter Dilg: Ing­wer. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier [u.a.]. Bd. 5. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 419.

Muskatnuss – සාදික්කා

Muskatnuss - myristica fragrans - aus Köhlers Medizinal-Pflanzen
Mus­kat­nuss (myris­ti­ca fra­grans) – aus Köh­lers Medi­zi­nal-Pflan­zen
Muskatnuss mit innerer Schale, Macis und Frucht - Quelle: WIKIPEDIA
Mus­kat­nuss mit inne­rer Scha­le, Macis und Frucht – Quel­le: WIKIPEDIA

Der Mus­kat­nuss­baum (Myris­ti­ca fra­grans Houtt., singa­le­sisch සාදික්කා), ist buschig, pyra­mi­den­för­mig und kann eine durch­schnitt­li­che Höhe von 12 m errei­chen. Neben den immer­grü­nen Blät­tern ist vor allem sei­ne fahl­gel­be Frucht, eine kuge­li­ge Bee­re, auf­fäl­lig. Aber nicht nur mit der Mus­kat­nuss, wel­che den Kern des Samen­korns bil­det, wird gehan­delt, son­dern auch mit der Haut des Samen­korns. Bekannt ist die­se unter dem Namen Mus­kat­blü­te. 23) Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 11. Die Mus­kat­nuss – oder genau­er gesagt der Mus­kat­nuss­baum – wächst auf den Moluk­ken, einer indo­ne­si­schen Insel­grup­pe, die auch unter dem Aus­druck Gewürz­in­seln“ bekannt ist. 24) Vgl. ebda. Die Mus­kat­nuss kam erst im Mit­tel­al­ter durch ara­bi­sche Händ­ler nach Euro­pa. 25) Vgl. Irm­gard Mül­ler: Muskatnuß(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 6. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 969. Auch die­se Pflan­ze wur­de zu viel­fäl­ti­gen Zwe­cken ein­ge­setzt. Außer zum Wür­zen wur­de Mus­kat auch als Schön­heits­mit­tel, in der Sei­fen- und Par­füm­her­stel­lung sowie in der Medi­zin ver­wen­det. 26) Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 11. Die­sem Gewürz wur­de eine Leber, Lun­ge und Herz stär­ken­de Wir­kung zuge­spro­chen. Dar­über hin­aus wur­de es ein­ge­setzt, um die Ver­dau­ung zu för­dern und die Sin­ne zu sti­mu­lie­ren. 27) Vgl. Mül­ler, Muskatnuß(baum), Sp. 969.

Gewürznelken – කරාබු නැටි

Gewürznelke - syzygium aromaticum - aus Köhlers Medizinal-Pflanzen
Gewürz­nel­ke – syzy­gi­um aro­ma­ti­cum – aus Köh­lers Medi­zi­nal-Pflan­zen
Trocknende Gewürznelken - Syzygium aromaticum - Quelle: WIKIPEDIA
Trock­nen­de Gewürz­nel­ken – Syzy­gi­um aro­ma­ti­cum – Quel­le: WIKIPEDIA

Der Gewürz­nel­ken­baum (Syzy­gi­um aro­ma­ti­cus L.), der nur in feucht­war­mem Kli­ma gedeiht, kann eine Höhe von 12 m errei­chen. Durch Trock­nen der Blü­ten­knos­pen erhält man das eigent­li­che Gewürz:­ die Gewürz­nel­ken. Neben ihrem woh­li­gen Geruch zeich­nen sie sich auch durch star­ken und pikan­ten Geschmack aus. 28) Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 12. Auch der Gewürz­nel­ken­baum ist auf den Moluk­ken behei­ma­tet. In Chi­na war die Gewürz­nel­ke schon lan­ge vor unse­rer Zeit­rech­nung bekannt. 29) Vgl. ebda. Man beschränk­te sich bei der Ver­wen­dung die­ses Gewür­zes nicht nur auf das Wür­zen der Spei­sen, son­dern setz­te es auch als Arz­nei­mit­tel ein. Wie schon zuvor die Mus­kat­nuss wur­den auch die Gewürz­nel­ken zur För­de­rung der Ver­dau­ung und zur Stär­kung von Magen, Leber und Herz ver­wen­det. Über­dies wur­de die­se Pflan­ze in Seu­chen­zei­ten gekaut oder zu Räu­che­run­gen genutzt, um einer mög­li­chen Anste­ckung vor­zu­beu­gen. 30) Vgl. Peter Dilg: Gewürznelken(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert Hen­ri-Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1434.

Transportwege und Handelszentren

Im Mit­tel­al­ter muss­ten gro­ße Distan­zen zurück­ge­legt wer­den, um die belieb­ten exo­ti­schen Gewür­ze von ihren Ursprungs­län­dern nach Euro­pa zu trans­por­tie­ren. Schon im Lau­fe des 11. und 12. Jahr­hun­derts ent­stan­den gro­ße Han­dels­stra­ßen, die einen inter­na­tio­na­len Waren­aus­tausch gewähr­leis­ten soll­ten. See­weg und Land­weg, Stra­ße und Fluss ver­ban­den sich zu einem reich ver­zweig­ten Fern­han­dels­netz, das für den Trans­port der ori­en­ta­li­schen Waren uner­läss­lich war. 31) Vgl. Jean Favier: Gold und Gewür­ze. Der Auf­stieg des Kauf­manns im Mit­tel­al­ter. Aus dem Fran­zö­si­schen über­setzt von Ros­wi­tha Schmid. Ham­burg: Juni­us 1992, S. 30. Wäh­rend die Levan­te ­- damit meint man im wei­te­ren Sin­ne die Län­der des öst­li­chen Mit­tel­mee­res ­ und die öst­li­chen Mit­tel­meer­städ­te von Byzanz bis Alex­an­dria – die Ver­bin­dung zum gewürz­rei­chen Ori­ent her­stell­ten, stie­gen in Euro­pa eini­ge Städ­te zu bedeu­ten­den Han­dels­mäch­ten auf. 32) Vgl. Uls­hö­fer, Gewür­ze, Sp. 1433. Da die ita­lie­ni­schen Städ­te Genua und Vene­dig sowie die Stadt Nürn­berg zu den Haupt­um­schlag­plät­zen von Gewür­zen gehör­ten, ste­hen die­se Kno­ten­punk­te in die­sem Arti­kel im Zen­trum der Betrach­tung.

Hauptumschlagplätze in Europa

Auf­grund der geo­gra­fi­schen Lage Genu­as kon­zen­trier­te sich die Wirt­schafts­po­li­tik die­ser Stadt schon in frü­hes­ter Zeit auf den See­han­del. Bereits in der 1. Hälf­te des 11. Jahr­hun­derts nah­men die Genue­sen im Tyr­rhe­ni­schen Meer und im west­li­chen Mit­tel­meer eine wich­ti­ge Funk­ti­on im Han­del zu Was­ser und zu Lan­de ein. Zahl­rei­che Fak­to­ren, dar­un­ter die Zunah­me der Mobi­li­tät, lie­ßen Genua im 12. und 13. Jahr­hun­dert zu einem ein­fluss­rei­chen Nah- und Fern­han­dels­zen­trum auf­stei­gen. 33) Vgl. Gio­van­na Pet­ti Bal­bi: Genua. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1258f. Auch die ita­lie­ni­sche Stadt Vene­dig spe­zia­li­sier­te sich auf den See­han­del und unter­hielt einen regen Han­del mit dem Osten. Die Vene­zia­ner unter­hiel­ten im Ori­ent einen leb­haf­ten Han­del mit mus­li­mi­schen Kauf­leu­ten, von denen sie unter ande­rem auch kost­ba­re Gewür­ze kauf­ten. Vene­dig wur­de zu einer wich­ti­gen Han­dels­dreh­schei­be zwi­schen dem Ori­ent und der west­li­chen Welt. 34) Vgl. Jean-Clau­de Hoc­quet: Vene­dig. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 8. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1467. Sowohl Genua als auch Vene­dig hat­ten im mit­tel­al­ter­li­chen Fern­han­del eine wich­ti­ge Posi­ti­on inne. Wäh­rend die Vene­zia­ner die Vor­herr­schaft in Alex­an­dria sowie an der Mün­dung der Stra­ßen aus dem süd­li­chen Asi­en, der ara­bi­schen Welt und Indi­en bean­spruch­ten, hat­te die Genue­sen die Macht über die Kon­to­re am Schwar­zen Meer. Aus dem Ori­ent wur­den neben Gewür­zen auch Sei­de und Fär­be­mit­tel impor­tiert, wel­che dar­auf­hin nach Nord­wes­ten wei­ter­ver­teilt wur­den. 35) Vgl. Favier, Gold, S. 30f.

Die Han­dels­stadt Nürn­berg spiel­te im mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Gewürz­han­del die größ­te Rol­le, vor allem für Safran und Pfef­fer. Dadurch dass Nürn­ber­ger Kauf­leu­te bei­spiels­wei­se auch in Vene­dig einen Wohn­sitz hat­ten, waren alle bedeut­sa­men Han­dels­städ­te eng mit­ein­an­der ver­netzt 36) Vgl. Uls­hö­fer, Gewür­ze, Sp. 1433.

Transportwege

Ohne Stra­ßen, Flüs­se und Meer sind kei­ne Waren in Umlauf. Die zahl­rei­chen Ver­kehrs­we­ge stell­ten im Mit­tel­al­ter sowohl eine Ver­bin­dung zwi­schen den ein­zel­nen euro­päi­schen Han­dels­städ­ten unter­ein­an­der als auch zu den fer­nen Län­dern des Ostens her. Das gesam­te Mit­tel­al­ter ist geprägt von der Ent­de­ckung zahl­rei­cher neu­er Han­dels­rou­ten, die hier nicht alle im Detail behan­delt wer­den kön­nen. Fol­gen­des kann fest­ge­hal­ten wer­den: Die Stra­ße des mit­tel­al­ter­li­chen Händ­lers war ein sehr ein­fa­cher Weg, manch­mal hart und tro­cken, manch­mal weich und sumpfig.37) Vgl. Favier, Gold, S. 19f.

Wie bereits erwähnt, ver­ban­den die­se Wege wich­ti­ge Umschlag­plät­ze inner­halb Euro­pas. Aber auch Asi­en war durch­zo­gen von zahl­lo­sen Stra­ßen. Die öst­li­chen Mit­tel­meer­städ­te, dar­un­ter auch Kon­stan­ti­no­pel und Alex­an­dria, fun­gier­ten als bedeu­ten­de Kno­ten­punk­te für den Ori­ent­han­del. Eines die­ser asia­ti­schen Ver­kehrs­net­ze war die so genann­te Sei­den­stra­ße“. Es han­del­te sich dabei jedoch nicht um eine ein­zi­ge Stra­ße, wie der Name viel­leicht ver­mu­ten lässt. Viel­mehr war die Sei­den­stra­ße ein gan­zes Sys­tem von Ver­kehrs­we­gen, das sich aus einem Haupt­strang und vie­len wei­te­ren Abzwei­gen und Ver­äs­te­lun­gen zusam­men­setz­te. 38) Vgl. Fol­k­er Rei­chert: Auf der Rei­se in eine ande­re Welt. Die Sei­den­stra­ße“ als Han­dels­weg und mythi­scher Ort. In: Fern­han­del in Anti­ke und Mit­tel­al­ter. Hrsg. von Robert Bohn u.a. in Zusam­men­ar­beit mit DAMALS ­das Maga­zin für Geschich­te und Kul­tur. Stutt­gart: Theiss 2008, S. 44ff. Die Luxus­gü­ter aus dem Osten wur­den also zunächst zu den öst­li­chen Mit­tel­meer­städ­ten trans­por­tiert und fan­den dann den Weg ins Inne­re Euro­pas. Neben den Land­we­gen waren auch die See­ver­bin­dun­gen von gro­ßer Bedeu­tung. Das Schiff ist das idea­le Mit­tel, um schwe­re Las­ten zu trans­por­tie­ren. 39) Vgl. Favier, Gold, S. 20. Asia­ti­sche Gewür­ze waren als Import­wa­ren beson­ders beliebt, zumal sie auch für den Trans­port in klei­ne­ren Schif­fen geeig­net waren. Sie konn­ten rela­tiv ein­fach trans­por­tiert wer­den und hat­ten Sel­ten­heits­wert, der sie zu kost­ba­ren Gütern mach­te. 40) Vgl. Win­ter, Kochen, S. 93. Neben die bis­he­ri­gen See­ver­bin­dun­gen im Indi­schen Oze­an, Schwar­zen Meer und Mit­tel­meer trat gegen Ende des 15. Jahr­hun­derts die Gewürz­rou­te“. Dies war ein See­weg, der von Euro­pa aus um Afri­ka her­um nach Indi­en führ­te und somit eine direk­te Ver­bin­dung zu den Ursprungs­län­dern der Gewür­ze her­stell­te. 41) Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 7f.

Die portugiesische Gewürzroute
Die por­tu­gie­si­sche Gewürz­rou­te – Quel­le: WIKIPEDIA

Zudem waren gute Fluss­ver­bin­dun­gen für einen funk­tio­nie­ren­den Han­del uner­läss­lich. Die Gewür­ze gelang­ten inner­halb von Euro­pa nicht nur über Land­stra­ßen, son­dern auch über Flüs­se zu den ein­zel­nen Umschlag­plät­zen. Als bedeu­ten­de Han­dels­stra­ßen sind vor allem die Donau und der Rhein zu nen­nen. 42) Vgl. Ernst Schu­bert: All­tag im Mit­tel­al­ter. Natür­li­ches Lebens­um­feld und mensch­li­ches Mit­ein­an­der. Darm­stadt: Wis­sen­schaft­li­che Buch­ge­sell­schaft 2002, S. 73. Auch die Rhô­ne, die durch die Schweiz und Frank­reich ver­läuft, war wich­tig für den mit­tel­al­ter­li­chen Han­del. 43) Vgl. Uls­hö­fer, Gewür­ze, Sp. 1433.

Käufer und Verkäufer ­  – Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage

Die ori­en­ta­li­schen Gewür­ze, die sich im Mit­tel­al­ter gro­ßer Beliebt­heit erfreu­ten, kamen auf den ver­schie­dens­ten Wegen –  die mit­un­ter sehr gefähr­lich sein konn­ten – nach Euro­pa. Aber wer brach­te sie auf unse­ren Kon­ti­nent, wo waren sie erhält­lich und vor allem wer konn­te sich die sünd­haft teu­ren Luxus­gü­ter leis­ten?

Im Zuge die­ses Kapi­tels wer­de ich ver­su­chen, die­se Fra­gen zu beant­wor­ten und ich wer­de einen mög­lichst kla­ren Über­blick über die Anbie­ter und Abneh­mer der exo­ti­schen Gewür­ze geben.

Anbieter der Gewürze

Damit die ori­en­ta­li­schen Würz­mit­tel auf dem euro­päi­schen Markt ver­kauft wer­den konn­ten, muss­ten sie zunächst von jeman­dem dort­hin gebracht wer­den. Dafür war unter ande­rem die immer grö­ßer wer­den­de Schicht der Kauf­leu­te zustän­dig. Mit Kauf­mann“ meint man im Mit­tel­al­ter vor allem den Fern- und Groß­händ­ler, der sich vom Krä­mer, Höker und Hau­sie­rer unter­schied. 44) VglHer­mann Kel­len­benz: Kauf­mann, Kauf­leu­te. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 5. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1083. Der Kauf­mann reis­te in weit ent­fern­te Län­der, um die begehr­ten exo­ti­schen Gewür­ze zu erwer­ben und ver­frach­te­te sie auf Schif­fe oder von Last­tie­ren gezo­ge­ne Wagen, um sie nach Euro­pa zu trans­por­tie­ren. Solan­ge es im Bereich des Han­dels noch kein spe­zi­fi­sches Trans­port­ge­wer­be gab, muss­te der Kauf­mann sei­ne Waren selbst beglei­ten. Zahl­rei­che Gefah­ren, dar­un­ter auch das unbe­re­chen­ba­re Wet­ter, erschwer­ten den Fern­han­del und mach­ten jede Rei­se zu einem Aben­teu­er. Die Kauf­leu­te schlos­sen sich daher gele­gent­lich zu Gemein­schaf­ten zusam­men und bil­de­ten für die Dau­er der Rei­se eine Gil­de“ oder Han­se“. 45) Vgl. Heri­bert R. Bren­nig: Der Kauf­mann im Mit­tel­al­ter. Lite­ra­tur ­ Wirt­schaft ­ Gesell­schaft. Bd. 5. Pfaf­fen­wei­ler: Cen­tau­rus 1993, S. 48f. Dem Groß­händ­ler war der Klein­ver­kauf ver­bo­ten, des­sen unge­ach­tet setz­te er Ange­stell­te oder eige­ne Nie­der­las­sun­gen ein, um sei­ne Ware abzu­set­zen. 46) Vgl. Uls­hö­fer, Gewür­ze, Sp. 1433.

Dem Groß­händ­ler stand der Krä­mer – man könn­te ihn auch als Klein­händ­ler bezeich­nen – gegen­über. Durch ihn erfolg­te der loka­le Gewürz­han­del, wobei er sei­ne Pro­duk­te in Kram­lä­den, Gewöl­ben, Stän­den oder auch in Kauf­häu­sern feil­bot. Man­che deut­schen Krä­mer­zünf­te tru­gen sogar Gewürz­na­men (z.B. Zum Pfef­fer“ ) 47) Vgl. ebda.. Auch die Apo­the­ker han­del­ten zum Teil mit Gewür­zen. 48) Vgl. ebda.

Der Detail­han­del kauf­te ori­en­ta­li­sche Gewür­ze auf Mes­sen, Märk­ten und auch an den Sta­pel­plät­zen. Es kam aber auch vor, dass der Detail­händ­ler die Pro­duk­te selbst impor­tier­te. Gewürz­märk­te waren im Mit­tel­al­ter kei­ne Sel­ten­heit, so konn­te man bei­spiels­wei­se am piaz­ze del­le (h)erbe in Ita­li­en oder am Pfef­fer­markt“ in Deutsch­land sei­nen Bedarf an Gewür­zen decken. Auch auf Mes­sen waren die begehr­ten Würz­mit­tel zu fin­den. Zu den bedeu­tends­ten Mes­se­städ­ten gehör­ten unter ande­rem Frank­furt am Main, Mainz, Lyon und Genf. Eben­falls wich­tig für den Gewürz­han­del waren die Cham­pa­gne­mes­sen, die in der fran­zö­si­schen Regi­on Cham­pa­gne stattfanden.49) Vgl. ebda.

Abnehmer der Gewürze

Der Han­del mit exo­ti­schen Gewür­zen wäre wenig sinn­voll, wenn es kei­ne Abneh­mer für die Ware gäbe. Die schon oben getrof­fe­ne Zuord­nung durch die Begrif­fe teu­er“ und Luxus­gü­ter“ machen im Grun­de deut­lich, dass nur der Adel und das geho­be­ne Bür­ger­tum als Abneh­mer fest­ge­macht wer­den kön­nen. Die so genann­ten fei­nen Gewür­ze“ 50) Vgl. Lau­rioux, Tafel­freu­den, S. 36. wie Gewürz­nel­ken und Mus­kat­nuss, die auf­grund ihrer Sel­ten­heit, ihrer ent­fern­ten Her­kunft und ihres hohen Prei­ses nur in klei­nen Men­gen ver­kauft wur­den, waren des­halb nur wohl­ha­ben­de­ren Men­schen zugäng­lich. 51) Vgl. ebda. Für die brei­te Mas­se der Bau­ern- und Stadt­be­völ­ke­rung waren die exo­ti­schen Zuta­ten nicht erschwing­lich. 52) Vgl. Win­ter, Kochen, S. 94. Erst als die Gewürz­rou­te ent­deckt und die Gewür­ze direkt aus ihren Ursprungs­län­dern nach Euro­pa gebracht wur­den, san­ken die Prei­se für die­se Genuss­mit­tel. 53) Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 8.

 Zusammenfassung

Durch den Auf­schwung des Ori­ent­han­dels im Mit­tel­al­ter, dem vie­le Ursa­chen zugrun­de lie­gen, kam es zu einer aus­ge­präg­ten und nicht zu über­se­hen­den Vor­lie­be für exo­ti­sche Würz­mit­tel, die ein Haupt­merk­mal der mit­tel­al­ter­li­chen Ernäh­rungs­wei­se war. Schar­fe Gewür­ze wie Mus­kat­nuss und Safran kamen aus fer­nen Län­dern nach Euro­pa und fan­den dort nicht nur in der mit­tel­al­ter­li­chen Küche, son­dern auch in der Kos­me­tik und Heil­kun­de Ver­wen­dung. Der Trans­port der Waren, an dem sowohl Kauf­leu­te als auch See­fah­rer betei­ligt waren, war nicht immer ein­fach und führ­te über lan­ge Stre­cken auf den euro­päi­schen Kon­ti­nent. Sowohl ita­lie­ni­sche Städ­te wie Vene­dig und Genua als auch deut­sche Städ­te wie Nürn­berg pro­fi­lier­ten sich als Haupt­um­schlag­plät­ze für Gewür­ze in Euro­pa. Obwohl in die­sem Arti­kel auf die Zwi­schen­händ­ler des Fern­han­dels nur exem­pla­risch anhand des Kauf­man­nes ein­ge­gan­gen wer­den konn­te, lässt sich den­noch die Wich­tig­keit der ande­ren Berufs­grup­pen, dar­un­ter zum Bei­spiel die See­fah­rer, aus­ma­chen. Auf­grund des weit ver­brei­te­ten Bedarfs an Gewür­zen, ent­wi­ckel­te sich ein gewinn­träch­ti­ger Welt­han­del, von dem sowohl die Anbie­ter als auch die Abneh­mer der Gewür­ze pro­fi­tier­ten. Die sel­te­nen und dem­entspre­chend teu­ren Würz­mit­tel, die unter ande­rem auf Mes­sen und Märk­ten ange­bo­ten wur­den, waren anfangs nur für den Hoch­adel erschwing­lich. Erst als es gelang, die Gewür­ze direkt aus ihren Ursprungs­län­dern nach Euro­pa zu brin­gen, san­ken die Prei­se die­ser Luxus­gü­ter und einer wei­te­ren Ver­brei­tung stand nichts mehr im Weg.

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Literaturverzeichnis

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Fußnoten   [ + ]

1. Vgl. Johan­na Maria van Win­ter: Kochen und Essen im Mit­tel­al­ter. In: Mensch und Umwelt im Mittelalter.Hrsg. v. Bernd Herr­mann. Frank­furt / Main: Fischer 1989. (= fischer alter­na­tiv.) S. 88f.
2. Vgl. ebda, S. 93.
3. Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.
4. Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a.. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.
5. Vgl. Jona­than Riley-Smith: Kreuz­zü­ge. Die Kreuz­zü­ge im Osten. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 5. Mün­chen, Zürich: Arte­mis 1991, Sp. 1510.
6. Vgl. Win­ter, Kochen, S. 93.
7. Vgl. Diet­rich Den­ecke: Stra­ße und Weg im Mit­tel­al­ter als Lebens­raum und Ver­mitt­ler zwi­schen ent­fern­ten Orten. In: Mensch und Umwelt im Mit­tel­al­ter. Hrsg. v. Bernd Herr­mann. Stutt­gart: Deut­sche Ver­lags-Anstalt 1986, S. 210.
8. Vgl. ebda, S. 211.
9. Vgl. ebda, S. 211f.
10. Vgl. Fer­nand Salen­ti­ny: Die Gewürz­rou­te. Die Ent­de­ckung des See­wegs nach Asi­en; Por­tu­gals Auf­stieg zur ers­ten euro­päi­schen See- und Han­dels­macht. Köln: DuMont 1991. (=DuMont Doku­men­te.) S. 38ff.
11. Vgl. ebda, S. 43.
12. Vgl. Irm­gard Mül­ler: Pfef­fer. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a.. Bd. 6. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 2027.
13. Vgl. Peter Dilg: Zimt(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann [u.a.]. Bd. 9. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 618.
14. Vgl. Chris­ti­an Rei­ni­cke: Safran. Anbau und Han­del. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 7. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1251.
15. Vgl. Schu­bert, Essen, S. 162.
16. Vgl. Peter Dilg: Kar­da­mom. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier [u.a.]. Bd. 5. Stutt­gart Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 950.
17. Vgl. Kuno Uls­hö­fer: Gewür­ze. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1433.
18. Bru­no Lau­rioux: Tafel­freu­den im Mit­tel­al­ter. Die Eßkul­tur der Rit­ter, Bür­ger und Bau­ers­leut. Aus dem Frz. übers. v. Gabrie­le Krü­ger-Wir­rer. Nach­druck d. Ausg. Paris 1989. Augs­burg: Bech­ter­münz 1999, S. 39.
19. Vgl. ebda, S. 39f.
20. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 9.
21, 24, 29, 47, 48, 49, 51. Vgl. ebda.
22. Vgl. Peter Dilg: Ing­wer. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier [u.a.]. Bd. 5. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 419.
23. Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 11.
25. Vgl. Irm­gard Mül­ler: Muskatnuß(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 6. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 969.
26. Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 11.
27. Vgl. Mül­ler, Muskatnuß(baum), Sp. 969.
28. Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 12.
30. Vgl. Peter Dilg: Gewürznelken(baum). In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert Hen­ri-Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1434.
31. Vgl. Jean Favier: Gold und Gewür­ze. Der Auf­stieg des Kauf­manns im Mit­tel­al­ter. Aus dem Fran­zö­si­schen über­setzt von Ros­wi­tha Schmid. Ham­burg: Juni­us 1992, S. 30.
32, 36, 43, 46. Vgl. Uls­hö­fer, Gewür­ze, Sp. 1433.
33. Vgl. Gio­van­na Pet­ti Bal­bi: Genua. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 4. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1258f.
34. Vgl. Jean-Clau­de Hoc­quet: Vene­dig. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Nor­bert Anger­mann u.a. Bd. 8. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1467.
35. Vgl. Favier, Gold, S. 30f.
37. Vgl. Favier, Gold, S. 19f.
38. Vgl. Fol­k­er Rei­chert: Auf der Rei­se in eine ande­re Welt. Die Sei­den­stra­ße“ als Han­dels­weg und mythi­scher Ort. In: Fern­han­del in Anti­ke und Mit­tel­al­ter. Hrsg. von Robert Bohn u.a. in Zusam­men­ar­beit mit DAMALS ­das Maga­zin für Geschich­te und Kul­tur. Stutt­gart: Theiss 2008, S. 44ff.
39. Vgl. Favier, Gold, S. 20.
40. Vgl. Win­ter, Kochen, S. 93.
41. Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 7f.
42. Vgl. Ernst Schu­bert: All­tag im Mit­tel­al­ter. Natür­li­ches Lebens­um­feld und mensch­li­ches Mit­ein­an­der. Darm­stadt: Wis­sen­schaft­li­che Buch­ge­sell­schaft 2002, S. 73.
44. VglHer­mann Kel­len­benz: Kauf­mann, Kauf­leu­te. In: Lexi­kon des Mit­tel­al­ters. Hrsg. von Robert-Hen­ri Bau­tier u.a. Bd. 5. Stutt­gart, Wei­mar: Metz­ler 1999, Sp. 1083.
45. Vgl. Heri­bert R. Bren­nig: Der Kauf­mann im Mit­tel­al­ter. Lite­ra­tur ­ Wirt­schaft ­ Gesell­schaft. Bd. 5. Pfaf­fen­wei­ler: Cen­tau­rus 1993, S. 48f.
50. Vgl. Lau­rioux, Tafel­freu­den, S. 36.
52. Vgl. Win­ter, Kochen, S. 94.
53. Vgl. Salen­ti­ny, Gewürz­rou­te, S. 8.

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