Lunuganga

Sri Lanka: Geoffrey Bawas Lunuganga

Geoff­rey Bawa gilt als einer der größ­ten und ein­fluss­reichs­ten Archi­tek­ten Asi­ens des 20. Jahr­hun­derts. Dort wird er als Vor­bild und Guru ver­ehrt, in Eng­land ist er hoch geschätzt, nur im alten Euro­pa“ ist er weit­ge­hend unbe­kannt. In 40 Jah­ren schuf er über 200 Bau­ten und gleich­zei­tig eine neue Archi­tek­tur am Über­gang von der Kolo­nie Cey­lon zu Sri Lan­ka. 2001 wur­de er für sein Lebens­werk mit dem Aga Khan Preis aus­ge­zeich­net.

Bawa ist ein Regio­na­list im bes­ten Sinn des Wor­tes: ein Archi­tekt, dem es gelun­gen ist, euro­päi­sche Moder­ne mit tro­pi­scher hei­mi­scher Archi­tek­tur zu ver­bin­den und dar­aus unnach­ahm­li­che Bau­ten zu ent­wi­ckeln: Wohn­häu­ser, Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten, Indus­trie­bau­ten, Büro­ge­bäu­de, das Par­la­ment von Sri Lan­ka in Kot­te bei Colom­bo. Bawas Archi­tek­tur ent­wi­ckelt sich aus dem Geist eines Ortes.

Bawas Archi­tek­tur kennt nicht wie in Euro­pa die Tren­nung von Innen und Außen. Häu­ser grei­fen in die Land­schaft hin­ein, die Natur ver­bin­det sich mit einem Bau zu einem eige­nen Raum.

Mit Lunugan­ga hat Geoff­rey Bawa sich sei­nen per­sön­li­chen locus amo­e­nus“ geschaf­fen. Das Kunst­werk aus eng­li­schem Land­schafts­park, Renais­sance-Ambi­en­te und Urwald, errich­tet auf einer ehe­ma­li­gen Gum­mi­plan­ta­ge, ist heu­te der bedeu­tends­te Gar­ten Sri Lan­kas.

Schreibe einen Kommentar