Gemüse in Galagedara

Etwas hungrig: Gemüse einkaufen in Galagedara

Das Wich­tigs­te am Ein­kauf auf einem sri­lan­ki­schen Obst- und Gemü­se­markt ist, dass die Waren dort fri­scher als frisch“ sein müs­sen, denn bei der tro­pi­schen Hit­ze ver­gam­meln alle Lebens­mit­tel sehr schnell. Wer kauft schon gern ver­welk­tes Grün­zeug?  Gala­ge­da­ra hat kei­nen gro­ßen Gemü­se­markt, son­dern die meis­ten Geschäf­te“ befin­den sich am Stra­ßen­rand und sind häu­fig nur ein­fachst zusam­men­ge­bau­te Buden. So sieht das aus:

Typischer Gemüseladen in Sri LankaIn die­sen Buden – auf sin­gha­le­sisch කඩේ (Kade) genannt –  fin­det man nicht nur Obst und Gemü­se, son­dern auch fast alle Din­ge des täg­li­chen Bedarfs. Wir wür­den so etwas Tan­te-Emma-Laden“ nen­nen.

Hin­ten auf der lin­ken Sei­te haben wir das Wesent­li­che: Knob­lauch, Zwie­beln, Ing­wer (im Korb), Toma­ten, Kar­tof­feln, fri­sche Chi­li­scho­ten und Limo­nen. Dar­über hän­gen in Plas­tik­tü­ten Gel­be Lin­sen und ein Beu­tel Gelb­wurz­pul­ver. Auf der rech­ten Sei­te sehen wir eine Viel­zahl von Tro­cken­fisch ein­schließ­lich des Mal­di­ve Fish, der – zu mei­nem Leid­we­sen – ein wesent­li­cher Bestand­teil in Cur­rys und vie­len Sam­bols ist. Ganz oben hän­gen noch ver­schie­de­nen Gewür­ze und Chi­li-Pul­ver in klei­nen Plas­tik­tü­ten. Man kann zu Recht sagen, dass sol­che Läden One-Stop-Shop“ für Cur­rys sind.Bananenblüten, Frühlingszwiebeln und GurkenZu den etwas exo­ti­sche­ren Gemü­se­sor­ten gehö­ren die Bana­nen­blü­ten, die man im Vor­der­grund sieht. Sie haben ein schö­ne vio­let­te Far­be und sind so groß wie Papa­yas. Man kann sie fein­ge­hackt als Salat oder als Cur­ry zube­rei­ten. Links dane­ben lie­gen Lotos­wur­zeln. Dar­über rei­hen sich von rechts gese­hen Gur­ken, Früh­lings­zwie­beln und lan­ge Boh­nen.BrotfruchtRechts unten sehen wir Brot­früch­te, die wie klei­nen Jack-Früch­te aus­se­hen und zu einem lecke­ren Cur­ry ver­ar­bei­tet wer­den. Links dane­ben Flü­gel­boh­nen“ auch Goa-Boh­nen“ oder Spar­gel-Boh­nen“ genannt. Auch sie gut für Cur­rys geeig­net. Was sehen wir noch? Stan­dard­ge­mü­se“: in der obe­ren Rei­he ganz hin­ten grü­ne Boh­nen, dane­ben Möh­ren und Rote Bee­te gefolgt von Auber­gi­nen, grü­nen Papri­ka­scho­ten und Lauch.Lauch und SchlangengurkenLauch, ein­ge­quetscht zwi­schen Schlan­gen­gur­ken (links) und Ridge Gourds“ – bekannt als Luffa oder Schwamm­kür­bis“ (rechts außen). Grü­ne Koch­ba­na­nen“ im Hin­ter­grund links.BittermelonenJun­ge Bit­ter Gourds („Bit­ter­me­lo­nen“) flan­kiert von sau­ren Man­gos (links) und den oben erwähn­ten Luffa. Baby Bit­ter Gourds sind nicht so bit­ter wie die aus­ge­wach­se­nen Früch­te. Die sau­ren Man­gos erge­ben ein schar­fes süß-sau­res Cur­ry, das an ein Chut­ney erin­nert.Baby Bitter GourdDie Baby Bit­ter Gourds sehen aus wie wie Baby Igel.

Was aus­sieht wie ein Hau­fen aus­ran­gier­ter, ver­trock­ne­ter Blät­ter ist in Wirk­lich­keit das sri­lan­ki­sche Sup­pen­grün“: Kara­pin­cha.Karapincha - das srilankische SuppengrünEs besteht aus Cur­ry-Blät­tern (කරපිංචා – Kara­pin­cha – Chal­cas koeni­gii), Zitro­nen­gras (සේර – Sera – Andro­po­gon citra­tum) und Ram­pe (රම්පෙ – Ram­pe – Pan­da­nus odo­rus); alle wesent­li­chen Zuta­ten für ein ech­tes“ Sri Lan­ka-Cur­ry. Oft ergänzt man die­se drei noch mit ein­zel­nen Blät­tern der Kaf­fern­li­met­te (Citrus hys­tix).

Und natür­lich kann es kei­nen ordent­li­chen Gemü­se­la­den ohne Kokos­nüs­se geben!Kokosnüsse

Schreibe einen Kommentar