Kithul Jaggery - Wattalappan

Jemand Nachtisch?

Wattalappan – වටලප්පන්

Der sri­lan­ki­sche Kokos­nuss-Pud­ding

Der fertige WattalappanMan könn­te den­ken, dass Kokos­nuss-Pud­ding“ eine ganz gewöhn­li­che oder ein­fa­che Nach­spei­se sei, aber glau­be mir: du hast noch nicht von einer der belieb­tes­ten Nach­spei­sen Sri Lan­kas pro­biert!

Wat­tal­ap­pan ist ver­gleich­bar mit unse­rem Pud­ding (was  ja eigent­lich ein Flam­me­ri ist) mit Aus­nah­me der sri­lan­ki­schen Zuta­ten, die die­sen Pud­ding in ein exo­ti­sches Des­sert ver­wan­deln.

Sri Lan­ka, das eine stra­te­gisch güns­ti­ge Lage an den wich­ti­gen Han­dels­we­gen im Indi­schen Oze­an hat, ist ein Schmelz­tie­gel der Kul­tu­ren, Völ­ker, Spra­chen und natür­lich der vie­len Küchen. Wat­tal­ap­pan wur­de ver­mut­lich von den Malai­en in Sri Lan­ka ein­ge­führt. Ähn­li­che Des­serts wie Wat­tala­pan fin­det man auch in Malay­sia, Indo­ne­si­en und Thai­land, obwohl ich immer zu Unrecht ange­nom­men hat­te, dass es indi­scher Ein­fluss war, der zur Popu­la­ri­tät des Wat­tal­ap­pan bei­ge­tra­gen hat.

Vor­aus­ge­setzt, man erhält alle Zuta­ten, ist es fast ein Kin­der­spiel, Wat­tal­ap­pan selbst zuzu­be­rei­ten.

Wattalappan - ZutatenIm Uhr­zei­ger­sinn –  begin­nend links – haben wir Palm­zu­cker oder Jag­ge­ry, sechs Eier, eine Dose Kokos­milch, eine Stan­ge Zimt, fünf Kar­da­mom Scho­ten, 10–15 Gewürz­nel­ken und eine Hand­voll Cas­hew-Nüs­se (nicht im Bild). Die wich­tigs­te Zutat –  abge­se­hen von der Kokos­milch – ist der Palm­zu­cker oder Kit­hul Jag­ge­ry her­ge­stellt aus dem Saft der Kit­hul­pal­me.

Srilankischer Palmzucker - Jaggery

Wie in dem Topf zu sehen, ist der sri­lan­ki­sche Palm­zu­cker sehr dun­kel. In Deutsch­land fin­det man Palm­zu­cker meist in Asia­märk­ten: der dort zu kau­fen­de Palm­zu­cker ist viel hel­ler und nicht so reich“ wie der aus Sri Lan­ka. Dort bekommt man den Jag­ge­ry häu­fig in Form einer klei­nen Kano­nen­ku­gel ein­fach in Zei­tungs­pa­pier gewi­ckelt über den Laden­tisch.

Jetzt muss der Jag­ge­ry schmel­zen: bei schwa­cher Hit­ze bil­det sich eine glat­te, kleb­ri­ge, zähe Flüs­sig­keit. Ein biss­chen Was­ser dazu und das gan­ze leicht kara­mel­li­sie­ren las­sen ver­bes­sert den Geschmack noch mehr! Die ein­zi­ge Schwie­rig­keit besteht dar­in, den Jag­ge­ry nicht anbren­nen zu las­sen. Da er von Hau­se schon braun ist, kann es schwie­rig sein, den rich­ti­gen Zeit­punkt zu fin­den, die Hit­ze ganz weg­zu­neh­men.

Nun den flüs­si­gen Jag­ge­ry zu den Eiern und der Kokos­milch geben.

Den flüssigen Jaggery zu den Eiern und der Kokosmilch gebenUnd rüh­ren…

RührenSolan­ge rüh­ren, bis sich alles ver­mischt hat und die Mas­se selbst eine schö­ne kara­mel­li­ge“ Far­be hat.

Solange rühren, bis die Masse karamellfarbig istJetzt kommt der Zimt, der Kar­da­mom und die Nel­ken dazu. Man kann die Gewür­ze mah­len um einen inten­si­ve­ren Geschmack zu bekom­men oder – wie ich es mache – sie ein­fach im Gan­zen auf die Mas­se streu­en. Wie viel von den ein­zel­nen Gewür­zen genom­men wird, hängt nur von dei­nem Geschmack ab. Ich neh­me gern etwas mehr Kar­da­mon und ver­zich­te auf eini­ge Nel­ken…

Jetzt kom­men auch die Cas­hew-Nüs­se dazu. Das wird in Restau­rants gern ver­ges­sen“ (Cas­hew-Nüs­se sind extrem teu­er gewor­den in Sri Lan­ka)

Die vorbereitete Masse mit den Gewürzen

Die so vor­be­rei­te­te Mas­se kommt nun in ein Was­ser­bad.

Die Masse im Wasserbad… und wird mit Alu­fo­lie abge­deckt.

Mit Alufolie abdecken und erhitzen

Bei hoher Hit­ze das Was­ser im Was­ser­bad zum kochen brin­gen und dann her­un­ter­schal­ten, dass es nur noch leicht sim­mert. Dabei dar­auf ach­ten, dass das Was­ser nicht ver­duns­tet! Der Vor­gang dau­ert etwa 30 – 45 Minu­ten, je nach­dem wie groß und wie dick die Schüs­sel ist.

Das funk­tio­niert übri­gens auch im Back­ofen: dazu das Was­ser­bad mit der Schüs­sel bei ca. 140°C solan­ge garen, bis der Wat­tal­ap­pan fest gewor­den ist.

Fertiger Wattalappan

So muss der fer­ti­ge Wat­tal­ap­pan aus­se­hen! Jetzt noch die Gewür­ze her­aus­fi­schen, bevor sie end­gül­tig an der Mas­se  fest­kle­ben. Wat­tal­ap­pan kann lau­warm oder gekühlt genos­sen wer­den. Guten Appe­tit!

Schreibe einen Kommentar